










Manchmal verfluchte er seine Entscheidung, sich in den Dienst von Lady Lareen zu begeben, doch meistens war er glücklich. Glücklich, einer ihrer Sklaven zu sein.
Er war davon überzeugt gewesen, die Fähigkeit zur absoluten Hingabe zu besitzen. Ihre harte Sklavenausbildung hatte in eines Besseren belehrt; er besaß sie nicht, diese Fähigkeit. Noch nicht.
Doch mittlerweile war es ihr gelungen, ihn zu ihrem vollkommenen Sklaven und Werkzeug zu machen, nach einer harten Ausbildung von mehr als einem Jahr.
Ab und zu erinnerte er sich noch an die Anfänge ihrer Sklavenausbildung.
Irgendwann hatte er eine Kontaktanzeige in einem bekannten BDSM-Kontaktmarkt im Internet gelesen. Lady Lareen war so großzügig, ihren Sklavenharem aufstocken zu wollen. Ihr damaliger Lieblingssklave hatte es übernommen, die passenden SM Kontakte zu suchen und eine Vorauswahl zu treffen.
Er bewarb sich, und er wurde eingeladen zu einer ersten Prüfung. Damals glaubte er sich bereits auf der Siegerstraße, doch er musste bei dem Termin in einer alten, eindrucksvollen Villa im Westteil der Stadt feststellen, dass er nur einer unter vielen war.
Unter 43, um genau zu sein. Zu seinem großen Erstaunen wurde er bereits nach einer ersten Untersuchung, bei der alle 43 sich einfach nur nackt der Herrin und ihrem Lieblingssklaven präsentieren mussten, in die Vorauswahl von zehn aufgenommen, die zum folgenden eigentlichen Eignungstest zugelassen wurden.
Dann wurden alle, die zehn glücklichen Gewinn-Anwärter und die 33 Durchgefallenen, wieder nach Hause geschickt.
Am nächsten Samstagnachmittag um drei war es soweit - der Eignungstest stand an. Er wurde wieder in die Villa bestellt. Erst in dem riesigen leeren Raum, in den ein kleiner, schmaler verhuschter, beinahe nackter Mann ihn ohne ein Wort führte, registrierte er die Anwesenheit der anderen. Lady Lareen hatte alle zehn gleichzeitig eingeladen.
Wenige Minuten später öffnete die Tür sich erneut. Dieser Mann, der jetzt eintrat, war ebenfalls halb nackt, aber hochgewachsen, kräftig. Gut aussehend. Es war ihr Lieblingssklave. Ja, man konnte es nicht anders sagen - er war beinahe schön. Er spürte, wie sich in seiner Hose etwas regte. Schöne Männer hatten ihn schon immer mindestens ebenso angesprochen wie schöne Frauen.
Doch die Regung legte sich bald wieder in der Scham, die ihn überkam, als alle sich wieder ausziehen mussten und ihre Kleidung diesmal vor der Tür deponiert wurde - unerreichbar, falls einen die Reue packte und er fort wollte.
Der Test dauerte endlos.
Die Aufgaben waren anstrengend und zumindest für ihn, der er schon einiges an Sklavenerfahrung hatte machen dürfen, nichts Ungewöhnliches. Der Herrin, Lady Lareen, die hochhackigen Stiefel mit der Zunge säubern beispielsweise. Etwas, das er mit Hingabe tat, bis sie ihn mit einem Hieb ihrer Reitgerte zurückwies.
Danach galt es, eine Stunde auf allen Vieren bewegungslos dazuhocken, mit einem Tablett auf dem Rücken, mit zwei Gläsern Wasser darauf, eine weitere Stunde ebenso bewegungslos mit ausgestreckten Armen dazustehen.
Der Lieblingssklave beaufsichtigte alles gelangweilt. Die ersten vier Kandidaten verließen das Haus bereits während dieser Übungen. Sie waren ihnen nicht gewachsen. Er überstand diese Prüfungen im Gedanken daran, dass genau diese Fähigkeiten gefragt waren, wenn er seiner vielleicht künftigen Herrin als lebendiges Möbelstück zur Verfügung stehen musste.
Zwei weitere Sklaven wurden nach dieser Übung nach Hause geschickt. Die anderen vier wurden in einen Nebenraum geführt, eine wahre Folterkammer, und einer gnadenlosen Auspeitschung unterzogen. Allerdings nicht durch die Herrin, die sich wieder zurückgezogen hatte, sondern durch den hochgewachsenen Sklaven, durch den Lieblingssklaven.
Das war ganz nach seinem Geschmack. Sein Rücken und sein Hintern brannten wie Feuer, nach jeweils 50 Hieben mit Gerte, Gummipeitsche und Rohrstock, aber innerlich jubelte er. Fest presste er den Unterleib gegen den Strafbock, damit niemand seine Erektion bemerkte.
Vergebens; ein harter Griff des Sklaven bewies ihm, er hatte sie keineswegs übersehen. "Ich glaube, du hast Chancen bei der Herrin", flüsterte er ihm zu. "Du scheinst wirklich schmerzgeil zu sein. Genau das braucht unsere Lady."
Nur zwei Sklavenbewerber überstanden diesen absoluten Härtetest der extremen Auspeitschung und Züchtigung.
Den Rest des Tages verbrachten die beiden letzten in einem engen Käfig in einem dunklen Kellerraum, in dem sie kaum bequem nebeneinander sitzen konnte. Die obere Hälfte des Käfigs bestand aus Gitterstäben, die untere war eine massive Metallwanne mit kleinen Öffnungen, die aussahen wie ein Badewannenabfluss. Einmal, nach Stunden, wurde ihnen eine Flasche Wasser hingestellt. Zu essen gab es nichts.
Es kam, wie es kommen musste - die Erregung der vorausgegangenen Stunden drängte nach Entladung, und die räumliche Enge machte es nahezu unmöglich, der Versuchung zu widerstehen. Kaum hatten sie sich gegenseitig zum Höhepunkt gebracht, ging das Licht an. Der Lieblingssklave erschien, und betätigte einen roten Knopf an der Wand. Sofort war ein Gurgeln und Rauschen zu hören, und aus den Öffnungen strömte eisiges Wasser in den Käfig.
Er wusste nicht, wie lange sie zu zweit in der kalten Brühe standen, eng nebeneinander, sich an den Händen haltend. Längst war der Lieblingssklave wieder verschwunden.
Der andere schrie irgendwann um Hilfe, wollte erlöst werden. Er selbst ertrug alles stumm.
Nach einer schier endlosen zeit erschienen Lady Lareen und ihr Lieblingssklave. Letzterer betätigte erneut einen Knopf, das Wasser verschwand gurgelnd im Abfluss.
Der andere wurde nach Hause geschickt - und er war angenommen worden. Als Sklave von Lady Lareen, dessen erste Aufgabe es war, ihrem Lieblingssklaven als Leckdiener zur Verfügung zu stehen.
Ja, und heute war er ihr zweiter Lieblingssklave, der ihr zusammen mit dem ersten Lieblingssklaven diente. Und gegenüber den anderen Sklaven eine Art Zofenrolle übernahm. Was reiche Belohnung mit sich brachte. Denn bevor einer der anderen Sklaven Lady Lareens Lecksklave werden konnte, hatte er bei den beiden Lieblingssklaven schon einmal kräftig zu üben ...

